Spenden
Topografische Karte Raakow
Klicken Sie auf die Karte, um die Höhe anzuzeigen.
Spenden
Raakow
Hans Siegmund von Köckritz starb 1668 und hinterließ vier Söhne: Siegmund Adolf, Siegmund Seyfried, Kaspar Siegmund und Kaspar Friedrich. Sie erhielten am 15. Januar 1670 den Lehnbrief über Raakow und halb Laubst. Nach Gerhard Krüger kaufte Siegmund Adolf Raakow aus der Konkursmasse seines Vaters für 1.500 Taler. Die Hälfte von Laubst erhielt 1671 jedoch sein Bruder Kaspar Siegmund. 1681 starb ihr Vetter Hieronymus von Köckritz auf Koschendorf, Groß Jauer, Kunersdorf und Chransdorf ohne Leibeserben; Erben waren die vier Brüder Siegmund Adolf, Siegmund Seyfried, Kaspar Siegmund und Kaspar Friedrich, die 1683 dessen Güter unter sich aufteilten. Landgerichtsassessor Kaspar Siegmund erhielt Koschendorf und Siewisch, Siegmund Seyfried Groß Jauer, Kunersdorf und Chransdorf. Die beiden anderen Brüder wurden in Geld abgefunden. Siegmund Adolf musste Raakow am 28. April 1692 an Elisabeth Margarethe von Löben geb. von Schönfeld, die Witwe des Adam d. Ä. von Löben auf Krieschow und Papitz verkaufen, allerdings auf Wiederkauf. 1694 brannte das Gutshaus in Raakow ab. Siegmund Adolf von Köckritz konnte Raakow tatsächlich zurück kaufen, um es 1700 erneut zu verkaufen; dieses Mal erwarb es Frau Maria Dorothea von Löben geb. Plattner für 8.000 Taler. Lehenträger war ihr Mann Kaspar Seyfried von Löben. Am 24. Januar 1705 verkaufte Siegmund Adolf von Köckritz sein Lehn- und Wiederkaufsrecht an Raakow um 750 Taler an Maria Dorothea von Löben, Ehefrau des Kammerjunkers Seifried von Löben auf Raakow. 1705 schwelte auch ein Streit zwischen Caspar Siegmund v. Köckritz zu Koschendorf einerseits und Joachim Erdmann von Köckritz zu Drebkau und Kaspar Seifried von Löben zu Raakow wegen des Kirchenstuhles in der Kirche von Drebkau. 1709 verkaufte Dorothea von Löben Raakow, erneut auf Wiederkauf, an Christian Adolf von Löben, der damit 1711 von Friedrich I. belehnt wurde. Dorothea von Löben kaufte Raakow bald darauf wieder zurück. 1724 war das Gut erneut auf Wiederkauf veräußert an Karl Siegmund von Zeschau, den Landesältesten des Kreises Luckau. Auch in diesem Fall gelang der Rückkauf. Um 1733 verkaufte Dorothea von Löben Raakow aber dann endgültig an Wolf Adam Siegfried von Löben auf Papitz und Ruben. Wolf Adam Siegfried von Löben war mit Henriette Wilhelmine von Stuart, Tochter des sächsisch-polnischen Rates Georg von Stuart verheiratet. Zwei Söhne, Friedrich Wilhelm und Heinrich Wilhelm gingen aus dieser Ehe hervor. Sie erbten 1744 nach dem Tod ihres Vaters Raakow. Am 31. August 1753 legte Friedrich Wilhelm, auch in Vollmacht seines jüngeren Bruders, den Lehnseid ab. 1759/60 administrierte er das Rittergut des in russischen Diensten stehenden Majors Heinrich Wilhelm von Löben. Am 14. März 1766 leistete er den Lehnseid für Raakow allein. 1774 verkauften die Erben von Joachim Seyfried von Köckritz, gewesener Erbherr auf Drebkau, Domsdorf, Greifenhain, Weißag und Zwietow den brandenburgischen Anteil an Domsdorf an Friedrich Wilhelm von Löben. Dadurch wurde nun dieser Anteil mit dem Rittergut Raakow verbunden. Im selben Jahr (1774) gerieten die Vettern des Friedrich Wilhelm von Löben, Kurt Heinrich und Georg Friedrich von Löben auf Kunersdorf und Limberg in Konkurs. Friedrich Wilhelm von Löben gelang dabei der Erwerb von Kunersdorf aus der Konkursmasse, Limberg wurde von Ernst von Heynitz erworben. Christian Carl Gulde in seiner Historisch-geographisch-statistische(n) Beschreibung der Herrschaft Cottbus nennt Friedrich Wilhelm von Löben für 1783 als Besitzer von Kunersdorf, Raakow und einem Drittel Domsdorf. Das Gut Raakow war noch mit einem Lehenstamm, einer festen Kapitalschuld in Höhe von 1.000 Talern belastet. 1797 verkaufte Friedrich Wilhelm von Löben Kunersdorf an den preußischen Hauptmann Land- und Ritterschaftsrat des Cottbuser Kreises Friedrich Ehrenreich von Muschwitz. 1798 kam auch Raakow und ein Drittel Domsdorf an Friedrich Ehrenreich von Muschwitz auf Geisendorf, Kunersdorf und Görigk. Friedrich Ehrenreich von Muschwitz war mit Henriette Wilhelmine Sofie von Preuß aus dem Hause Bennewitz verheiratet. Er erreichte, dass das Rittergut Raakow 1806 allodifiziert wurde. Das Paar hatte drei Kinder: den Sohn Gottlob Friedrich, die Tochter Henriette Charlotte Wilhelmine und eine weitere namentlich nicht bekannte Tochter. Am 14. Mai 1822 starb Friedrich Ehrenreich von Muschwitz; Kunersdorf, Raakow und Anteil Domsdorf erbte die Tochter Henriette Charlotte Wilhelmine, die Witwe des schon 1806 verstorbenen sächsischen Hauptmanns Erdmann von Mühlen. Der Sohn Gottlob Friedrich von Muschwitz erbte Geisendorf und Klein Görigk. Er war mit Luise geb. von Muschwitz verheiratet. Eickstedt nennt für 1828 Frau v. Mühlen als Besitzerin von Raakow. Henriette Charlotte Wilhelmine geb. von Muschwitz, verh. von Mühlen starb am 6. Mai 1836.
Spenden
Über diese Karte
Name: Topografische Karte Raakow, Höhe, Relief.
Ort: Raakow, Drebkau, Spree-Neiße, Brandenburg, 03116, Deutschland (51.62442 14.20594 51.66442 14.24594)
Durchschnittliche Höhe: 100 m
Minimale Höhe: 80 m
Maximale Höhe: 141 m
Spenden
Andere topografische Karten
Klicken Sie auf eine Karte, um ihre Topografie, ihre Höhe und ihr Relief anzuzeigen.
